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Grablege der besonderen Art

 
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Charles
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MessagePosté le: Lun 5 Déc - 17:47 (2016)    Sujet du message: Grablege der besonderen Art Répondre en citant

Grablege der besonderen Art
(Südkurier N°? du 23 Février 2005


Auteur : Karlheinz Fahlbusch
Pages : ?
Édition : Gesellschafter der Südkurier GmbH
Collection : Südkurier
Parution : 23 Février 2005

L'article :

Es ist kalt und es schneit. Nur eine alte Frau ist auf dem Friedhof in Mengen zu finden. "Da vorne, wo der Busch ist", antwortet sie auf die Frage nach dem Grab von Jacques Doriot. An den Namen kann sie sich nicht erinnern, aber daran, dass im Februar 1945 "ein Franzose" hier beerdigt wurde. Genau genommen war es der 25. Februar. Es war ein Sonntag, an dem Doriot nach einer Trauerfeier vor dem Rathaus in einem Zinnsarg beerdigt wurde, den der Sigmaringer Flaschner Flad angefertigt hatte. Die Beerdigung war die letzte Manifestation der deutsch-französischen Kollaboration. Der Faschist war bei einem Tieffliegerangriff der Royal Airforce bei Menningen zu Tode gekommen.

Der Grabstein auf dem Mengener Friedhof trägt nur den Namen des Mannes, sein Geburtjahr und das Jahr seines Todes. Der Mann, dem der Konstanzer Historiker Arnulf Moser einen "gewalttätigen und brutalen Charakter" attestiert, gilt als eine der schillerndsten politischen Figuren des 20. Jahrhunderts. Ursprünglich Kommunist wandelte er sich zur bedingungslosen Ergebenheit gegenüber dem Faschismus und Adolf Hitler in den letzten Kriegsjahren.

Doriot, Gründer und Führer der faschistischen Französischen Volkspartei, gilt unter den französischen Parteigängern Hitlers als einer der entschiedensten und fanatischsten. Seine Anhänger nannten ihn ehrfurchtsvoll "grand Jacques". Noch im Kriegswinter 1944/45 glaubte er an eine privilegierte Stellung Frankreichs im Hitler-Europa. Vom Kollaborationssammellager in Sigmaringen (dort war die Vichy-Regierung im Schloss untergebracht) hielt sich "der Feuerkopf des französischen Faschismus" fern, denn dort hätte er sich auf Koalitionen einlassen müssen. Doch danach stand ihm nicht der Sinn. Doriot wollte sein eigenes Schloss haben - und bekam es auf der Insel Mainau. Reichsaußenminister von Ribbentrop und der Reichsführer SS Heinrich Himmler gehörten zu seinen Gönnern. Mit deren Hilfe konnte er schließlich sein Befreiungskomitee proklamieren. Dieses sollte eine Art Schmelztiegel aller französischen Kollaborationsgruppen sein. Auch die Sigmaringer Landsleute sollten sich anschließen. Der Tag des Triumphes von Doriot sollte der 22. Februar sein. Historiker Moser: An diesem Tag sollten die Anführer der Kollaborationsgruppen sich seinem Befreiungskomitee anschließen. Und dieser Tag endete in einer Katastrophe." Es war ein eher banaler Tod durch ein feindliches Flugzeug. Zwischen dem Tod Doriots und dem Ende der Vichy-Regierung liegen nur wenige Wochen. Knapp sieben Monate hatte der braune Spuk unter der Trikolore an der Donau gedauert - eine Zeit, von der junge Franzosen heute kaum etwas wissen. Vielleicht sind es deshalb meistens ältere Besucher, die ab und zu vor dem Grab des französischen Faschisten inne halten.

Pikant ist allerdings die Tatsache, dass Doriots Grablege auf Staatskosten gepflegt wird. 29 Millionen Euro hat der Bund im Jahr 2004 für die Erhaltung von Kriegsgräbern ausgegeben. Dafür gibt es sogar extra ein "Gesetz über die Erhaltung der Opfer von Krieg und Gewalt". Dass auch die Gräber von Menschen darunter fallen, die der Gewalt als Mittel der Politik nicht Abhold waren, das mutet allerdings schon etwas seltsam an.


Source : http://www.suedkurier.de/region/linzgau-zollern-alb/kreis-sigmaringen/Grabl…
_________________
Le temps passe. Le souvenir reste.


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